Vivid Punkette Photoshop Tipps

Das Ausgangsmaterial ist gelegentlich suboptimal. Ein tolles Model, klasse Posing und Accessoires. Aber was ist das im Hintergrund? Hat da wer ein ungebügeltes Bettlaken hingehängt? Und da oben schaut noch was von der Decke ins Bild? Und die Gitarre hätte man vorher reinigen und vom Staub befreien können. Mal schauen was wier hier noch rausholen können. So sieht das Bild jetzt aus:

Und ab geht’s ins Camera RAW von Photoshop. Wenigstens haben wir kein komprimiertes JPEG vom Fotografen bekommen.

Ein Weißabgleich ins Blaue von 5700K und eine Verschiebung der Tönung von +20 ins Magenta gibt dem Pinken Engel einen dem Namen entsprechenden Grundton.
Das Fülllicht stark (+70) nach oben, die Wiederherstellung an den Anschlag und schon haben wir die Tiefen der Lederklamotten herausgeholt.
Noch ordentlich mit Schwarz (+50) nacharbeiten um eine Tiefe ins Bild zu bekommen.
Klingt vielleicht seltsam, aber mit dem Kontrast gehen wir jetzt um 20 Stufen runter dafür schauben wir die Klarheit an den Anschlag nach oben. Man kann einen plastischen Effekt bereits erkennen.
Farblebendigkeit nach oben, dafür die Sättigung ein wenig nach unten und das Bild wirkt lebendiger aber doch nicht übersättigt.

So sieht das Bild jetzt aus:

Jetzt nehmen wir uns der Decke an. Wir müssen hier nicht auf Details achten, da wir den Hintergrund ohnehin noch weiter retouchieren. Also mit der Pipette die Farbe des Hintergrundstoffes aufnehmen und über den oberen Balken einfach drüberpinseln. Ich nehme von 3 Stellen die Farbe um etwas Ausgewogenheit im Hintergrund zu schaffen.

Jetzt trennen wir unser Model vom Hintergrund. Dies ist wohl einer der kniffligsten Schritte.
Im Kanalmixer dupliziere ich, mit einem Rechtsklick, den Kanal mit dem höchsten Kontrastverhältnis zwischen Model und Hintergrund, hier ist das der grüne Kanal, und wähle diesen zur Bearbeitung aus.

Mit den Gradiationskurven und dem Pinselwerkzeug wird nun die Silhouette des Models nachgezeichnet.

 

Dieses Resultat verwenden wir für eine Ebenenmaske.

Mit einem Rechtsklick auf die Ebenenmaske fügen wir diese der Auswahl hinzu, entfernen die Ebenenmaske anschließend und ebnen das Bild auf die Hintergrundebene.

Somit sehen wir das ursprüngliche Bild mit einer feinen und detaillierten Auswahlmaske um den Hintergrund.

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Sobald wir diese in Photoshop importiert haben wird diese auch gleich ausgeführt.
Sofort fällt auf, dass der Hintergrund schön weichgezeichnet wurde, aber dennoch ein eindeutiges Muster erhalten blieb. Außerdem ist das Model schön freigestellt und deutlich abgegrenzt.

Es gibt jetzt zwei neue Ebenen. Die oberste enthält den weichgezeichneten Hintergrund mit einem Verlauf and der Kante. Die untere den originalen Hintergrund ohne das Model.
Diese zweite Ebene können wir jetzt für Detailarbeiten verwenden. Es gibt ein paar unsaubere Stellen am Gitarrenhals, beim vorderen Haaransatz und bei den Beinen. Dort finden wir überall harte Kanten vom Hintergrund. Diese werden wir mit dem Weichzeichner in der zweiten Ebene entfernen. Dazu erstellen wir eine Ebenenmaske und wenden das Weichzeichnerwerkzeug auf diese Stellen an bis die Kanten verschwunden sind. Ich verwende das Werkzeug im Modus “aufhellen” um dunkle Flecken zu vermeiden.

Hier das Resultat:

 

Jetzt kann man sich an die Feinarbeit wagen. Mit Nachbelichter und Abwedler werden jetzt die Lichter und Schatten gesetzt, mit Weichzeichner und Schärfekorrektur die Details heraus gearbeitet.

Das Endergebnis:

Und als Bonus noch ein zweites Bild aus dieser Serie. Dieses ist mit der gleichen Ursprungstechnik entstanden.

 

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